Im März starteten fünf Teams in die erste verkürzte Ausbildung für Personen, die bereits Erfahrung als Therapiehundehalter:in mitbringen. Die Ausbildung und die anschliessende Abschlussprüfung zeigten einmal mehr, dass auch erfahrene Hundehalter:innen mit einem neuen Hund vor neuen Aufgaben stehen. Jedes Team entwickelt sich individuell und bringt eigene Themen mit, die Zeit, Training und sorgfältige Begleitung erfordern.
Die Arbeit als Therapiehund geht weit über das Wesen eines freundlichen Familienhundes hinaus. Therapieeinsätze stellen hohe Anforderungen an den Hund – insbesondere auf emotionaler Ebene. Umso wichtiger ist es, dass die Bezugsperson ihren Hund aufmerksam begleitet, seine Signale zuverlässig erkennt und seine Belastungsgrenzen respektiert. Denn auch ein Therapiehund braucht Schutz, Pausen und Rücksichtnahme.
Von den fünf gestarteten Teams konnte ein Team die Zwischenprüfung nicht bestehen. Der Hund zeigte in Begegnungen mit Menschen wiederholt deutliche Anzeichen von Stress, weshalb eine Fortsetzung der Ausbildung nicht verantwortbar gewesen wäre.
Besonders freuen wir uns, zwei Teams zur erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung gratulieren zu dürfen. Wir wünschen ihnen viele wertvolle Begegnungen und bereichernde Erfahrungen bei ihren zukünftigen Einsätzen.
Zwei weitere Teams werden ihre Abschlussprüfung zu einem späteren Zeitpunkt absolvieren: Ein Team aus gesundheitlichen Gründen, ein weiteres Team, weil noch nicht alle Voraussetzungen für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz als Therapiehundeteam erfüllt sind.
Die erste Durchführung des verkürzten Ausbildungsmodells hat wertvolle Erkenntnisse gebracht. Dabei wurde deutlich, dass auch bei bereits vorhandener Erfahrung genügend Zeit nötig ist, um Mensch und Hund zu einem eingespielten und belastbaren Therapiehundeteam zusammenzuführen. Aus diesem Grund werden wir künftig wieder ausschliesslich die vollständige Ausbildung anbieten.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Lernbereitschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit ihren Hunden. Diese Haltung bildet die Grundlage für eine sichere und erfolgreiche Arbeit im Therapiehundebereich.


