Therapiehund-Ausbildung

Therapiehunde können eine Krankheit nicht heilen, aber Personen begleiten und Trost spenden. Oft hilft allein die Anwesenheit eines Tieres damit sich Personen besser fühlen.

Voraussetzungen

Für den Einsatz als Therapiehund eignen sich körperlich gesunde Hunde jeglicher Herkunft und Grösse. Sie müssen bei Ausbildungsbeginn mindestens zwei Jahre alt sowie sehr menschenbezogen sein und sich Artgenossen gegenüber neutral verhalten. Halter und Hund bilden ein eingespieltes Team, das schon vor der Ausbildung gefestigt sein muss und welches die gängigsten Kommandos (Sitz, Platz, locker an der Leine laufen etc.) beherrscht.

Ausbildung

Was lernt der Hund?

 

Der zukünftige Therapiehund wird schrittweise an möglichst viele Situationen gewöhnt, die ihm bei seinen späteren Besuchseinsätzen begegnen könnten: gehen am Rollstuhl, an der Doppelleine, auf glatten Böden; enge, vollbesetzte Fahrstühle; fallende Gegenstände; Schreie; schlagende Türen; starke, ungewohnte Gerüche; Menschen in ungewöhnlicher Bekleidung, mit ungewohnten Bewegungsmustern und Körperhaltungen etc.

Der zukünftige Therapiehund lernt unter anderem auch, ungeschickte oder unsanfte Berührungen zu akzeptieren und sich in ungewohnten Situationen vertrauensvoll an seinem Menschen zu orientieren.

 

Was lernt der Mensch?

 

Der Hundehaltende lernt, sich klar und ruhig mit seinem Hund zu verständigen, damit ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Verhältnis entsteht. Auch lernt er die Konflikt- und Stresssignale seines Hundes frühzeitig zu erkennen, damit er diesen – gegebenenfalls – vor einer Überlastung schützen kann. Im Weiteren wird die körperliche und geistige Pflege des Therapiehundes sowie die Art und Weise, wie dieser zu Personen herangeführt wird, behandelt.

Zu den Ausbildungsschwerpunkten gehören auch praxisnahe Hinweise, wie man sich gegenüber der jeweils besuchten Person verhalten soll. Dazu gehören Grundkenntnisse der häufigsten Krankheitsbilder und Behinderungen, mit denen das Therapiehunde-Team konfrontiert werden könnte. Dies wird auch in diversen 1:1 Einsätzen mit unterschiedlichen Besuchergruppen geübt.

 

Einsatzbereiche und -orte

Der Einsatzort wird, nach Eignung des fertig ausgebildeten Hundes, zusammen mit dem Hundeführer ausgewählt.
Einsatzmöglichkeiten für Therapiehunde-Teams finden sich z.B. in:

  • Alters- und Pflegeheimen
  • Heilpädagogischen Sonderschulen
  • Heimen für Behinderte
  • Therapeutischen Wohngruppen
  • Abteilungen für Palliativpflege
  • Psychiatrischen Kliniken
  • Kindergärten und Kindertagesstätten
  • Schulen …

Sie können auch zur Mitarbeit mit Ergo-, Physio-, Sprachtherapeuten/Logopäden und bei Ärzten eingesetzt werden.

 

Die Therapiehunde-Teams werden nach abgeschlossener Ausbildung durch den Verein weiter betreut und erbringen mit ihren regelmässigen Besuchen unbezahlte und unbezahlbare Sozialeinsätze.

 

Aktuell

Nächste MV

Die nächste MV findet im Herbst 2020 statt. Die MV vom 25. März 2020 wurde ABGESAGT. Weitere Infos folgen.

Weiterbildungs-tag

Der diesjährige Weiterbildungstag findet am Sonntag, 10.05.2020 statt. Details und Anmeldung gemäss Einladungsunterlagen MV.

Infoabend

Der nächste Infoabend findet am Donnerstag, 13.08.2020 ab 19h an der Husmattstrasse 15 in 3123 Belp statt.

Nächster Kurs

Der Eintrittstest für den nächsten Kurs findet am Sonntag, 13. September 2020 in Neuenegg BE statt.

Therapiehundekurs-20_Daten.pdf
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