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Rückblick auf das 1. Jahr als Therapiehunde-Team

01.11.2020 – Maja Pfister hat im Herbst 2019 mit ihrem Flat Coated Retriever Rüden Gaito Best Friend Forever of Blackberry Forest (genannt «Gaito») die Prüfung zum Therapiehund erfolgreich abgeschlossen und ist seither regelmässig im Betagtenzentrum Laupen (BZL) im Einsatz. Im nachfolgenden Interview blickt sie auf das erste Jahr als Therapiehundegespann zurück und hat uns einige Fragen rund um ihre Einsätze und um Gaito beantwortet.

 

Maja, wie bist du darauf gekommen, mit deinem Hund Therapie-Einsätze zu leisten?

 

Ich wollte nach meiner Pensionierung etwas Sinnvolles machen, jedoch ohne dass der finanzielle Aspekt im Vordergrund steht. Die Erfahrung bei meiner Mutter im Altersheim und der Gewissheit, wie monoton der Alltag in einem Altersheim sein kann, haben das ihre dazu beigetragen genauso wie auch das Naturell von Gaito.

 

Was fasziniert dich an euren Therapiehunde-Einsätzen?

 

Den Bewohnern ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern und dass sie dabei ihre Alltagsbeschwerden für einen Augenblick vergessen. Es ist auch schön zu sehen, wie sich verkrampfte Körper beim Streicheln von Gaito entspannen.

 

Was geben dir die Einsätze persönlich zurück?

 

Die Gewissheit, etwas Freude und Abwechslung in den Alltag der besuchten Personen im Betagtenzentrum zu bringen und auch etwas zum Allgemeinwohl unserer Gesellschaft beizutragen.

 

Woran hat dein Hund die grösste Freude in den Einsätzen?

 

 

Gaito liebt es im Mittelpunkt zu stehen! Er mag Menschen und gekrault werden über alles.

 

Was war dein bisher schönstes Erlebnis während einem Einsatz?

 

Das Leuchten in den Augen der Bewohner zu sehen, die bereits am Eingang auf Gaito warten und dann regelrecht eine Party veranstalten. Alle wollen beim Flattieren die Erste oder der Erste sein! Und wie sich die Bewohner jedes Mal darüber freuen, wenn Gaito sich auf die Seite legt und warten muss, bis ich um ihn herum Gudelis verteilt habe. Sie sind jedes Mal auf’s Neue vollauf begeistert! J

 

Wie findest du mit deinem Hund die Balance nach den Einsätzen?

 

 

Für mich ist es wichtig, den Einsatz zu reflektieren, wenn möglich oder notwendig auch mit jemanden zu diskutieren. Gaito findet den Ausgleich beim Hoop-Agi oder beim Dummytraining, wo er seinen Bewegungsdrang ausleben kann.

 

 

 

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich für die Therapiehundeausbildung interessiert?

 

Überlegungen anstellen, ob dies eine Möglichkeit für den eigenen Hund ist und ob der Hund auch Spass an einer solchen Tätigkeit hätte. Auch gilt es zu prüfen, was mir bei einer Ausbildung wichtig ist, z.B. hat es genügend Praxiseinsätze damit ich das Spektrum Therapiehund kennen lernen kann? Und zu guter Letzt: Kann ich die notwendige Zeit für die Ausbildung und vor allem die anschliessenden Einsätze ohne Stress aufbringen? Verfüge ich über die notwendige Empathie für mein Gegenüber?

 

Welchen Tipp würdest du einem Therapiehundeteam nach bestandener Abschlussprüfung geben?

 

Learning by doing! Sich nicht auf der bestandenen Therapiehundeprüfung auszuruhen und wenn möglich nahtlos an die Prüfung Einsätze zu leisten. So kann der Hund sein Potential optimal einsetzen. Aber auch, sich das während der Ausbildung Erlernte immer wieder in Erinnerung zu rufen und in die Einsätze einfliessen lassen. Diese sollen nicht routinemässig abgespult werden!

 

 

Danke Maja, dass du dir die Zeit zur Beantwortung der Fragen genommen hast und wir wünschen dir und Gaito weiterhin viel Freude in den Einsätzen!