Am heutigen Welthundetag feiern wir nicht nur die treuen Begleiter an unserer Seite - wir würdigen auch jene Hunde, die Tag für Tag leise Grosses leisten: unsere Therapiehunde.
Diese besonderen Vierbeiner arbeiten dort, wo Worte oft nicht mehr riechen. Sie schenken Nähe in Pflegeheimen, spenden Halt in Psychiatrien, helfen Kindern beim sozialen Lernen oder begleiteten Lesen - und tun all das mit einer Selbstverständlichkeit, die uns immer wider tief berührt.
Was macht Therapiehunde so besonders?
Therapiehunde sind speziell ausgebildet, um in sensiblen Situationen Ruhe, Vertrauen und emotionale Stabilität zu vermitteln. Ein Hund urteilt nicht. Ein Hund fragt nicht nach Diagnosen oder Vergangenheit. Er akzeptiert bedingungslos - und genau darin liegt seine therapeutische Kraft.
Einblick in die Praxis
Was viele nicht wissen: Der Einsatz von Therapiehunden hat messbare positive Effekte. Diverse Studien zeigen, dass sich durch regelmässige Hundebesuche unter anderem Herzfrequenz und Blutdruck senken, der Cortisolspiegel (Stresshormon) sinkt und gleichzeitig Glückshormone wie Oxytocin steigen. Auch Menschen mit Demenz erleben durch Hunde oft Momente erstaunlicher Klarheit und Kommunikation.
In Schulen helfen unsere Hunde dabei, das Selbstwertgefühl von Kindern zu stärken, fördern soziale Kompetenzen und unterstützen sogar beim Lesenlernen - denn einem Hund vorzulesen fällt vielen leichter als vor der Klasse zu sprechen.
Danke, ihr leisen Helfer auf vier Pfoten
Zum Welthundetag sagen wir Danke - an all unsere Therapiehunde, die mit unglaublicher Geduld, Sensibilität und Lebensfreude Räume öffnen, in denen Heilung beginnen kann. Ihr seid weit mehr als "nur Hunde" - ihr seid Brückenbauer, Seelentröster und Hoffnugsträger.
Und vielleicht denkt ihr beim nächsten Hund, der euch begegnet, nicht nur: "Wie süss" - sondern auch: "Was für eine stille Kraft steckt in diesem Wesen".
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Studie/Artikel
Autoren, Jahr
Setting
Befund und Link
Die psycho-physiologischen und Lernvorteile hundegestützten Lesens (Dog‑Assisted Reading)
Lisa Schretzmayer, Universität Wien (Diplomarbeit zum Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitions-biologie)
Betreuer: Kurt Kotrschal
Untersucht wurden Kinder mit Schulhunden beim Lesen – mit Messung von Cortisol, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabili-tät u.a.
Gibt Hinweise, dass hundegestütztes Lesen positive Effekte hat auf Verhalten und physiologische Stressparameter. (Details zur Cortisolveränderung sind in der Arbeit, z. B. weniger starkes Ansteigen oder schnellere Rückkehr zum Basisniveau.)
Measuring stress and immune response in healthcare professionals following interaction with a therapy dog: a pilot study
Barker, Knisely, Barker etc., 2008
20 Gesundheits-fachkräfte; 5 und 20 Minuten Interaktion mit Therapiehund vs Ruhepause
Dog companionship and cortisol levels in youth. A systematic review and meta-analysis
(2025)
Kinder und Jugendliche bei Hundebegegnungen
Interventionen länger als 15 Minuten zeigen signifikante Cortisolsenkung.
The effect of pet therapy on the physiological and subjective stress response: A meta-analysis
(Meta-Analyse)
Verschiedene Altersgruppen, unterschiedliche Settings
Deutliche Effekte: Senkung von Herzfrequenz, Blutdruck; subjektive Stress-/Angstwerte sinken. Cortisol nicht in allen Studien direkt gemessen, aber physiologische Stressindikatoren oft signifikant.
The role of cortisol in the association of canine‑companionship with blood pressure, glucose, and lipids: a systematic review
(2021)
Studien zu Hundebegleitung in verschiedenen Bevölkerungsgruppen
In etwa 4 von 6 Studien fand man signifikante Reduktion von Cortisol bei Hundebegleitung/Therapie.
